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Kanusport in der Unterneustadt

Die Fulda diente seit alters her der Berufsschiffahrt und der Fischerei. Kleine Boote, die nur zum Vergnügen umher schwammen, gab es nur wenige. Das änderte sich nach dem 1. Weltkrieg, wo die Zahl der Ruderer und Paddler zunahm. In den zwanziger Jahren schlossen sich viele der Paddler, jetzt auch Kanuten genannt, zu Vereinen zusammen, von denen zwei in der Unterneustadt ansässig wurden.

 

Der Casseler Kanu-Club (CKC) nahm sein Quartier 1921 in der Bettenhäuser Straße 2 in einem Schuppen, ehe er 1925 sein Clubhaus in der Jahnstraße 43 errichtete, wo er nach Kriegszerstörung und Wiederaufbau noch heute zu finden ist.

 

Die Kanu-Vereinigung Hessen (KVH) bezog 1924 einen Schuppen in der Hafenstraße 41 und baute 1928 ein Bootshaus in der Hafenstraße 45. Nach dem Krieg 1947 siedelte sich die KVH in der Christoph-straße an, musste dort aber schon bald wieder weichen. 1953 fand sie dann in der Hafenstraße 47 ihre neue Bleibe.

 

Nach 1945 gab es zeitweilig noch einen dritten Verein, die Kasseler Paddlergruppe Ahoi (KPA) welche im Kurbad Jungborn an der Drahtbrücke ihr Domizil hatte, bis sie an der Schlagd umzog.

 

Außer den Vereinen bestanden vor und nach dem Krieg auch noch private Bootslagerungen. Nach 1945 waren dies Sinning, Brauer und Kissler, von denen nur noch der Letztere betrieben wird.

 

Die beiden Kanu-Vereine (KVH und CKC) tragen ihr Scherflein dazu bei, dass die Bewohner der Unterneustadt ihren Stadtteil von der Fulda aus erleben, die Natur auf dem Wasser genießen, oder auch in sportlichen Wettstreit ihre Kräfte miteinander messen können.

 

Axel Kempken (CKC)

 

 
 
 
 
 
 
 
 

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