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06/17/19

Paddeln in Hamburg 2019

Auch in diesem Jahr ist der CKC wieder zum Paddeln nach Hamburg gefahren. Dieses mal über Pfingsten. Als wir am Freitag nachmittag das Gelände des Alster Canu Clubs erreichten, wurden wir freundlich von einigen Vereinskollegen begrüßt, die schon einige Tage vorher dort waren. Das gute Wetter lud auch gleich zu einer kurzen Rundtour ein. 

Am Samstag sollte dann die große städtische Rundtour beginnen, wie wir sie schon im letzten Jahr durchgeführt haben. Es war wolkiges Wetter und starke Sturmböen vorausgesagt. Das könnte erfahrungsgemäß Probleme mit dem Wellengang auf der Außenalster mit sich bringen, über die uns unser Weg führen sollte. So starteten wir als Gesamtgruppe und bewegten uns lange Zeit im Schutz der Fleetkanäle und Verbindungskanäle und näherten uns im weiten Bogen der Außenalster. Als wir schließlich im Feenteich, der letzten Station vor der Außenalster ankamen, machten wir an der Brücke zur Außenalster halt. Was wir dort sahen, verschlug uns fast die Sprache. Die Außenalster war auf unserer Ostseite aufgepeitscht wie ein Sturm auf der Nordsee. Hoher Wellengang mit Gischt und starkem Wind machte eine Weiterfahrt zu einem Risiko, das wir auf Grund unserer heterogenen Zusammensetzung nicht bereit waren einzugehen. So machten wir kehrt und paddelten auf etwas anderen Wegen, aber sicher von Sturm und Wind, zurück.

Gut, wir konnten nicht die Außenalster, Binnenalster und das imposante Rathaus sehen. Trotzdem war es eine vielseitige Fahrt mit viel Natur, Parkanlagen und prunkvollen Villen, und das alles inmitten einer Großstadt. So gesehen sind doch alle beteiligten letztlich auf ihre Kosten gekommen.

Am Pfingstsonntag stand die Oberalster auf dem Zettel.Wir teilten uns in zwei Gruppen. Eine Gruppe setzte die Boote an der Wellingsburger Schleuse ein. Die zweite Gruppe paddelte den längeren Weg: Ausgangspunkt war die die Wohldorfer Schleuse direkt an der Grenze zu Schleswig Holstein. In dieser Gruppe begleiteten uns zwei Paddelfreundinnen vom ACC. Ziel beider Gruppen war der ACC.

Erstaunlich wie schmal und naturbelassen die Alster in ihrem Oberlauf ist. Angeschwemmte Reisigberge, tief in die Fahrbahn hängende Äste und umgestürzte Baume verlangten ständige Aufmerksamkeit und Manövriertätigkeiten, die wir alle ohne Probleme meisterten. Man kam sich fast so vor wie ein Wildwasserkanute in einem Wettbewerb. Ein Baum jedoch, der in seiner gesamten Länge die Fahrbahn blockierte, stellte sich als große Herausforderung heraus. Einige von uns überwanden das Hindernis durch eine halsbrecherische Kletteraktion mit Kajak, andere durch zeitraubendes Umtragen der Boote. Schließlich verließen wir die Wildnis und näherten uns wieder dem urbanen Leben, erkennbar durch die Zunahme von Grillgeruch in der Nase und der Zunahme der menschlichen Aktivitäten am Uferrand.  Die letzten fünf Kilometer von der Ohlsdorfer Schleuse zum ACC muteten nach den vorherigen Erfahrungen an wie die Fahrt auf einer Autobahn.

Nach diesen beiden erfolgreichen Tagen war niemand traurig, dass das Wetter wider schlechter wurde, und die kurze Abschlusstour auf kein Interesse stieß. Zwei Tage Paddeln steht zwar kaum im Verhältnis zur langen An- und Abfahrt, trotzdem fanden die Teilnehmer, es habe sich gelohnt.

 

Gerhard Arnold