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02/18/21

Eine AHA Bootsfahrt, oder Corona ist nicht nur ein Bier.

Sa 06.06.  KVH - KC Münden 25,8

Treffen der Kanuten zum Beladen der Boote. Ja, wir sind C-bedingt auf 3 Boote verteilt, damit der Abstand stimmt. Ein Neuer ist dabei, aber das Sitzkissen nicht, was auch Auswirkungen auf den Neuen hat. Eine Besonderheit auf jedermanns Packliste sind Maske und Desinfektionsmittel. Heute starten wir von der KVH damit wir hinter dem Stadtwehr sind. Es geht  Fulda abwärts nach Hann. Münden. Das Wetter ist durchwachsen, aber jeder ist ausgerüstet. Mittag an der Schleuse Wahnhausen. Der Smutje hat wie immer alles dabei, obwohl auf dem schmalen Steg alles ein Balanceakt ist. Im KC Münden haben wir genug Platz für unsere Zelte, ja jeder ein eigenes, wegen der C-bedingten Abstandsregel.

Essen gibt es hier nicht, dafür können wir mit Abstand auf der Terrasse sitzen. Ein Pizzataxi löst die Hungergefühle auf. Danach noch Smalltalk, aber bitte alles mit Anstand, äh Abstand.

So 07.06.  KC Münden- WSV Beverungen 53

Eine ruhige Nacht, das Wetter wird sonniger. Umtragen am Wehr Hann. Münden. Auf der Weser geht die wilde Fahrt los. Ein Nachteil der einzelnen Boote ist der Abstand von Boot zu Boot. Teilweise ist jedes Boot für sich allein unterwegs. Doch so langsam sammeln sich alle zusammen. Kurze Pausen werden als Päckchen durchgeführt, natürlich mit Paddellänge Abstand. Mittag ist in Gieselwerder, sogar mit Toilette. Ab hier werden die Plätze getauscht. Dass auch keine einseitige Belastung aller Körperteile vorkommt. Wir sehen immer wieder eine Wanderfahrgruppe. Man kennt sich und sieht sich halt immer wieder an diversen Ausstiegstellen. Diverse Seilfähren machen die Tour auch unterhaltsam. Vorbei an Bad Karlshafen. Der dortige Campingplatz nimmt keine Personen mit Zelt auf, sonst wäre hier die Tour für heute zu Ende. Also weiter geht’s. Doch ab jetzt kommt der Gegenwind, welcher nochmal alle Reserven herausfordert. Am Campingplatz sind auch die anderen Kanuwanderer. Hier werden sogar die DKV-Ausweise kontrolliert. Abendessen bekommen wir im Bootshaus. Hier gibt es die Schnitzel in der Holländischen Variante. Chef ist Holländer. Ein schöner Platz mit Weitsicht.

Mo 08.06. WSV Beverungen - Camping Grave 47,4

Nach einem guten Frühstück geht es weiter. Heute am Anfang wieder in alter Besetzung. Am Abend erworbene Sitzgelegenheiten werden sofort eingesetzt. An Höxter und Schloss Corvey vorbei im schönen Weserbergland. Nach vielen Schleifen der Weser mit diversen Rücken- und Gegenwindpassagen ist unsere nächste Übernachtung erreicht. An der Solarfähre beim Campingplatz Grave, ein einfacher Platz mit einfachen Sanitärverhältnissen und keine Möglichkeit (C-bedingt) zum Essen zu gehen. Aber unser Smutje ist vorbereitet. Heute wird gekocht. Erbsensuppe mit Würstchen. Sehr lecker. Der Abend vergeht mit geistigen Getränken und geistreichen Konversationen.

Di 09.06.  Camping Grave - Camping Hameln 36,7

Heute werden die Brötchen gebracht. Der Platz ist zwar einfach, aber die Menschen hier machen ihn zu etwas besonderen. Nach dem Abbau und Trocknen der Zelte geht es weiter. Mittag aus der Kiste ist heute am Grohnder Fährhaus. Jetzt kommt die lange Stauwasserstrecke bis Hameln. Der Schleusenwärter ist uns freundlich gesinnt und schleust uns. Kurz nach der Schleuse der Hamelner Campingplatz. Nicht Kanuten freundlich, kein Anleger, dafür viel Schlamm und Steine. Der Platz hat hervorragende Duschen, aber die Zeltwiese ist eine Katastrophe. Heute wird Proviant gebunkert. Hier finden wir auch ein schönes Restaurant. C-bedingt sind wir alle eine große Familie. Das Wetter macht aus dem abendlichen Zusammensitzen eine kurze Runde. Keine Möglichkeit sich unterzustellen. Also alle Mann in die Zelte. Der Dauerregen schläfert ein.

Mi 10.06.  Camping Hameln - Rintelner KC 27

Alle Zelte waren dicht. Frühstück auf der Terrasse des geschlossenen Camping-Restaurants. Mit viel Müh und Not die Boote ins Wasser. Für Bootstouristen ist hier nichts vorhanden. Nach dem Dauerregen hält sich das Wetter. Mittag an der Grossenwiedener Fähre. Hier gibt es auch noch Negativkalorien. Nach diversen Weserschleifen erreichen wir den Kanuclub Rinteln. Zelte stehen im Abstand von ca. 20 Meter, um der C-Abstand zu gewähren, vielleicht auch wegen der Schnarcher. Da der Grieche renoviert, essen wir im Beach Club, draußen und mit Abstand, auch mit Negativkalorien.

Do 11.06.  Rintelner KC - KK Minden 40,7

Frühstück im Aufenthaltsraum des Vereins. Weiter geht’s. Wetter ist ganz OK. Mittag wie immer aus der Kiste. Der lange Weg durch die Porta Westfalica zieht sich wegen Gegenwind. Das Denkmal ist das Kaiser-Wilhelms- Denkmal, nicht das Hermanns Denkmal. Der Mindener Kanu Klub liegt leider nicht direkt an der Weser, was erhebliche Tragetätigkeit bedeutet. Hier hängt der Autor auch ausnahmsweise mal ab. Die abendliche Nahrungssuche führt uns ins Outback…., ein Burger Restaurant. Hier sind wir zwei Familien. Der Rückweg dient der Verdauung, natürlich mit Negativkalorien.

Fr 12.06.  KK Minden - KS Stolzenau 39,4

Frühstück auf der Terrasse im Bootshaus. Der lange Weg bis zur Weser, Einsetzen der Boote und weiter geht’s. In Minden unterqueren wir den Mittellandkanal, ab hier werden die Schiffe größer. Die Bootsrutsche Petershagen wird mit Bravour genommen. Die Schleife nach Schlüsselburg wird zu einer harten Prüfung. Direktem Gegenwind ist noch nicht mal in Uferdeckung zu entgehen. Eine echte Quälerei mit den kleinen Booten. Endlich kommt die Bootsgasse, hier gibt es einen kleinen Tropfen, welcher vorsichtigerweise gebunkert wurde. Aber hier gibt es keine Rutsche. Also alles über eine Straße karren und unten wiedereinsetzen. Am KC Stolzenau haben wir jede Menge Platz. Erst gibt es nur kaltes Wasser zum Duschen, aber nach einigen Hin und Her geht auch das warme Wasser. Diesmal haben die Letzten warmes Wasser, sonst ist es umgekehrt. Heute wird wieder gekocht, lecker Spaghetti mit Sauce. Ein Hoch auf den Smutje. Die Terrasse lädt dann bis lang in die Nacht zum Smalltalk ein.

Sa 13.06  KS Stolzenau - KC Nienburg 25,5

Heute die letzte Etappe. Alles trocken in den Booten verladen. Los geht’s. Die Bootsrutsche Landesbergen führt dann aber dazu, dass nicht alles trocken bleibt. Heute haben wir sogar mal Rückenwind. In Nienburg ist C-Bedingt das Aussteigen nicht so einfach, da immer nur zwei Personen auf dem Steg dürfen. Aber mit vereinten Kräften bekommen wir unser Gepäck und die Boote auf die zwei Autos, gefahren von zwei Damen, welche uns netterweise abholen. Die Rückfahrt nach Hause geht problemlos vonstatten. Alle kommen gut nach Hause.

Fazit:

Selbst unter erschwerten C-Bedingungen kann eine Bootstour schön sein. Abstand, viel frische Luft, Sport und soziale Kontakte helfen beim Überwinden der Einschränkungen. Vielen Dank an den Neuen das er alles so mitgemacht hat. Wir hoffen auf ein nächstes Mal. Dann kommt auch ein Sitzkissen mit.

Teilnehmer in alphabetischer Reihenfolge

  • Andreas, Junior Manager
  • Bernd, Recyclingmanager
  • Holger, Planmanager
  • Klaus, Flootgatemanager
  • Karl-Otto, Eventmanager
  • Manfred, Foodmanager

Bleibt Gesund.

Bernd

PS: Sorry, das der Bericht so spät kommt, lag an der C-bedingten Quarantänefrist.