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Die Alt-Kanuten trafen sich

Vor 60 Jahren (1952) befuhr die damalige CKC-Jugendgruppe mit zwei Mannschaftskanadiern die Fulda und die Weser vom CKC bis nach Bremerhaven.

Vor 30 Jahren paddelten wir als Erinnerungsfahrt im MC und einigen Kajaks die Weser von Vaake bis Beverungen.

Dieses Jahr fassten wir den Entschluss wieder auf die Weser zu gehen. Da wir nun alle etwas älter geworden waren und bei einigen die Gesundheit dem Paddel entgegen stand, wurde eine Dampferfahrt geplant.

Am 15. August trafen sich sieben Alt-Kanuten und eine Alt-Kanutin mit sieben Ehepartnern in Bad Karlshafen am Anleger der „Hessen“. Diese fährt Mittwochs immer „Linie“ von hier nach Oedelsheim und zurück.

Ein Dampfer war sie auch nicht, sondern ein modernes Motorschiff. In der Flussschifffahrt hat es gravierende Fortschritte gegeben. So sind die uns bekannten Anlegestellen mit den schwarz gestrichenen schiffsähnlichen Schwimmkörpern und einem Holzsteg zum Land alle verschwunden.

An den Haltestellen fährt die „Hessen“ dicht an Land, schwenkt eine hydraulisch zu bewegende Gangway aus und legt diese am Ufer ab, oder, wie in Wahmbeck, auch auf die Autofähre. Die Passagiere gehen von oder an Bord und die Gangway wird wieder eingeschwenkt.

Dazu besitzt die “Hessen“ vier hydraulische Stützen, welche paarweise in Bug- und Hecknähe jeweils an Back- und Steuerbord sitzen. Einige oder auch alle werden auf Grund geführt und halten das Schiff auf der Stelle.

Die „Hessen“ wird nirgends am Ufer an Pollern vertäut und wirft auch keinen Anker. Diese einstigen Manöver kosten einfach zu viel Zeit und sind auch sehr personalintensiv.

Unsere Fahrt dauerte sieben Stunden und gab uns die nötige Zeit miteinander zu klönen. Die Sonne meinte es gut mit uns sodass wir letztendlich alle im Schatten des Schiffsinneren wieder zusammentrafen. Erinnerungen wurden ausgetauscht, Fotos geschossen und auch Hunger und Durst gestillt.

Irgendwann waren wir wieder in Bad Karlshafen und gingen von Bord. Ein Foto mit allen Teilnehmern wurde geschossen, da Horst und Gudrun uns hier gleich verließen.

Wir anderen gingen die paar Schritte zum Hotel „Zum Weserdampfschiff“, wo wir Quartier bezogen. Danach trafen wir uns im schattigen Biergarten zum Abendessen und ließen den Abend mit allerlei Klönsnack ausklingen. Manfred und Betty mussten uns nun auch verlassen und für uns andere wurde es Zeit für den „Matratzenhorchdienst“.

Am anderen Morgen beratschlagten wir die Unternehmungen für den heutigen Tag. Wir beschlossen auf die nahe liegende Krukenburg zu fahren und sahen uns dort die alten Gemäuer an. Einige stiegen auch auf den Bergfried und genossen die Aussicht nach Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Wieder bei den Autos nahmen Hans, Rosi und Heinz-Ludwig Abschied. Der Rest besichtigte die Reste des Klosters von Helmarshausen, bummelte durch das Dorf und erstieg einen alten Stadtturm.

Dann war es Zeit die Heimreise anzutreten. Rose-Marie, Gertrud, Helga und dreimal Dieter sagten „Tschüß“ zu einander und zu Anne und mir und damit war unser Alt-Kanuten-Treffen zu Ende.

Euer Axel