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05/23/18

Echt mitreißend: Paddeltour auf der Fränkischen Saale

Vereinsfahrt nach Hammelburg im April

Bei strahlendem Sonnenschein startete unsere kleine Paddler-Gruppe am Freitag, 20 April, in Richtung Fränkische Saale. Es sollte eine Fahrt mit vielen sportlichen aber auch mit Genuss-Momenten werden – dank guter Planung von Wanderwart Christian und idealer Bedingungen. Pluspunkt Nummer 1: Die erfreulich kurze Anreise. Auf der A7 quert man eben die hessisch-bayerische Grenze, und schon ist man im landschaftlich lieblichen Frankenland. Vorbei am verträumten Städtchen Hammelburg mit seinen vereinzelten Felsen und Burgen führt die Bundesstraße durch das breite Saaletal.

Campingplatz direkt an der Saale

Hinter dem idyllischen Ort Weickersgrüben liegt fast im Niemandsland der traditionsreiche Campingplatz Rossmühle. Dort angekommen offenbart sich Pluspunkt Nummer 2: Direkt am Fluss gelegen an einer schmaleren Stelle des Tals, umgeben von Wäldern und steilen Kuh-Weiden ist der kleine Platz abgeschieden von Lärm und Verkehr und dennoch angenehm  belebt. Unsere Gruppe ist mit  5 Erwachsenen und 3 Kindern überschaubar, und so verpflegen wir uns gemeinsam. Am ersten Abend gibt es passend zur Jahreszeit Grüne Sauce mit garteneigenen Kräutern von Klaus. Die älteren Semester (Klaus und Gerhard) haben sich dankenswerterweise um den Bootstransport gekümmert und sich die Übernachtung in der Pension neben dem Campingplatz wohl verdient.

Mühelos trägt uns der Fluss dahin

Erster Tourtag ist Samstag. Das Wetter ist herrlich warm und sonnig, die Saale gut mit Wasser gefüllt und so kommen für die meisten heute von der Einsatzstelle in Langendorf  bis zum Campingplatz Rossmühle 21 Flusskilometer zusammen. Und das mit Leichtigkeit, denn die Saale meint es gut mit uns. Die Boote gleiten fast wie von selbst zwischen den grünen  Ufern hindurch, die Landschaft ist herrlich abwechslungsreich. Besonders auffällig ist, was man NICHT sieht. Kaum eine Straße führt in Flussnähe vorbei, die wenigen Brücken sind zumeist Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Großer Pluspunkt. Noch ein großer Pluspunkt: Wir haben den Fluss fast für uns allein – einzig ein anderes Paddelpäärchen überholen wir an diesem Tag.

Kirmes-Spaß in Hammelburg

Nur das häufige Umtragen ist ein wenig anstrengend. Dank gemeinschaftlichem Anpacken tut das aber der guten Stimmung keinen Abbruch. Ein besonderes Highlight hält der mittägliche Zwischenstopp in der historischen Stadt Hammelburg bereit. Hier gastiert – direkt an der Anlegestelle – die Kirmes mit tollen Fahrgeschäften, was besonders Karla, Greta und Samson, unsere Paddelkids, erfreut. Andere zu rammen macht schließlich nicht nur im Boot Spaß, sondern auch im Autoscooter. Wer es ruhiger mochte, konnte am Marktplatz unter Sonnenschirmen einen Kaffee genießen.

Nach einer ausgedehnten Pause ging es erfrischt wieder aufs Wasser. Noch mehr Erfrischungen hielt die Saale selbst mit einigen schnelleren Abschnitten bereit - das nötige Umkleiden gelang aber ohne Kentern. Am frühen Abend erreichten alle die Ausstiegsstelle am Campingplatz, sechs Teilnehmer paddelnd, die übrigen zwei - darunter die jüngste Nachwuchspaddlerin Greta - nach Kirchenbesichtigung und Biergartenbesuch in Diebach mit dem Auto. Nach der schönen Ganztages-Tour schmeckten uns am Abend die Spaghetti und auch der Fränkische Wein.

Extra-Kilometer am Wehr

Für die Sonntags-Tour lag die Einsatzstelle noch einige Kilometer weiter flussaufwärts im schönen Aura, das seinem Namen Ehre macht.  Von hier ging es mit reichlich Tempo und Flussgenuss für die 5-köpfige Gruppe bis zur Einsatzstelle vom Vortag in  Langendorf , insgesamt 10 Kilometer. Einige Wehre sorgten zwischenzeitlich für lange Arme (Umtragen, Umtragen, Umtragen) (und einmal für Bedarf an Wechselkleidung). Umso mehr erfreute sich die Gruppe an einem Wehr, das zur Abwechslung einmal befahrbar war. Der 12-jährige Samson trug hier aber sogar freiwillig um, und zwar flussaufwärts, Motto: „Da fahr ich nochmal runter!“  Wegen zahlreicher Pirouetten und Aktionen wie diesen sammelt der Nachwuchs-Paddler reichlich Extra-Kilometer.

Erfüllt von sportlichen Erlebnissen und wunderschönen Eindrücken macht sich die Gruppe am Sonntagabend auf den Heimweg nach Kassel und zum CKC.

Nina Chmielewski