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06/09/18

Herrenfahrt 2018 - oder einmal rechtsrum um den Bodensee.

 

 

 

 

Eine Seebefahrung, ein besonderes Erlebnis.

Aber dies sind nicht die einzigen Besonderheiten auf dieser Fahrt.  

Warum Besonders, lest selbst.

            

Die Besonderheiten werden der Einfachheit halber mit X und kursiv im Text dargestellt.

 

 

09.06.2018 Anreise

 

X Der Autor reist mit dem Zug an.

Da der Zug zu spät war, habe ich das Ausladen und Zeltaufbauen verpasst. Verspätungen haben auch gewisse Vorteile. Da alles fertig ist, ist sogar Kaffee trinken angesagt,  dazu X  Vanilleeis mit Olivenöl. Der Abend geht mit dem Kennenlernen der zwei Neuen zu Ende.

 

10.06.2018 WVF  Friedrichshafen-Fischbach  --  PC  Überlingen

 

Heute kommen noch zwei, die Brüder sind mit dem Auto angereist.

Nach dem Beladen unseres Herkules geht es auf die große Fahrt. Die zwei Neuen strategisch geschickt im Boot verteilt. X Steuermann ist ein Sonnendecker. X Smutje ist jetzt Sonnendecker. Der zweite Sonnendecker macht die Erfahrung, dass eine Seeumrundung nichts mit treibenlassen zu tun hat. Während der Fahrt hört man nur das rhythmische Aufeinanderschlagen der Paddel. Vorbei an dem Fährhafen in Meersburg. Ein schwieriges Manöver. Die Fährschiffe haben ja immer Vorfahrt und da sie schräg in den Hafen einfahren müssen, ist die Zeit um vorbeizufahren sehr lang. Hier sind alle gefordert, was einige unterschätzen.

Mittagpause ist am Pfahldorf Unteruhldingen (Nachbau aus der Steinzeit/Bronzezeit) geplant. Es ist aber verboten dort anzulegen, deshalb wird kurzerhand der daneben liegende Hafen angesteuert und dort gegessen, sogar ein Kiosk mit Eis ist vorhanden. Die Fahrt nach Überlingen geht vorbei an Seebädern und Naturschutzgebieten. Im PC Überlingen zelten wir auf dem Grillplatz des Vereins, was später zu Diskussionen führt. Merke: wenn in einem Verein einer sagt, das könnt ihr so machen, lass dir seinen Namen und den Dienstgrad geben. Ein Mitstreiter schläft heute drin, sein Zelt hat das einpacken wohl nicht überstanden.

Wetter ist echt warm, deshalb ist heute schwimmen angesagt.  Das Wasser ist toll. Abendessen ist echt  gut, mit ständig wechselnder Sonnenbescheinung mittels Markise.

 

 

 

11.06.2018  PC Überlingen  - KC Konstanz        Überlinger See

Boot beladen und schon geht es weiter. Sonnendecker sitzt wieder auf seinem Platz. Steuern übernimmt der Smutje. Geplant ist heute der Teufelstisch und dann zurück nach Konstanz. Ja zurück, weil wir ja im Kreis fahren, d.h. wir fahren in eine Richtung hoch dann queren wir und fahren am anderen Ufer zurück. Also heute ist der Teil Überlinger See zu befahren. Wetter ist bedeckt, etwas Wind kommt auf. Der Teufelstisch wurde nicht gesehen, aber bestimmt überfahren.  Mittag an der Insel Mainau. Auf diesem Steg,  wurde mangels Arbeit der Schleusenbeauftragte, zum Möwenwart und Warnmelder für Privatpersonen befördert. Weiter geht es am Fährhafen Konstanz-Staad vorbei nach Konstanz. Der Himmel wird langsam bedeckt.

Übernachtung im KC Konstanz, eigentlich sollte hier der Schlüssel über einen Tresor einfach zu bekommen sein. Aber allein die Tür auf der Rückseite des Vereinsgeländes zu finden ist abenteuerlich. Der Tresor weigert sich auch standhaft den Schlüssel  herzugeben. Es ist erstaunlich welche Variationen 4 Ziffern und ein Buchstabe zulassen. Natürlich ist auch der Ansprechpartner telefonisch nicht zu erreichen. Hinterher stellt sich heraus,  dass der Tresor auf Dauerschließung stand.

Gottseidank kommt ein Clubmitglied und öffnet uns die Tür. Die Zelte stehen bevor das Gewitter kommt.  Auch das defekte Zelt wird durch ein Neues ersetzt.  Abends lässt der Regen nach, dann Abendessen in Konstanz beim Spanier. Ein Spaziergang durch die Altstadt rundet den Tag ab.

 

12.06. 2018 Rundtour durch den Untersee.

 

Heute ohne Gepäck Richtung Rheinmündung, wir biegen aber nach rechts ab zum Untersee, also einmal rund um die Insel Reichenau. Sogar etwas Strömung ist da.

 X eine Fischbude, welche von den Locals (Einheimische) empfohlen wurde, wird angefahren, oh Wunder. Offen sie aber noch nicht, wird aber auf Drängeln der Mitfahrer geöffnet, allerdings sind die Mitarbeiter noch im Putzmodus, was sich unter anderem auf den Geschmack des Kakaos auswirkt. Trotzdem sind die Brötchen ein Highlight. Die Diskussion über ein Mittagessen an der Fischbude verläuft ins Leere. Umrundung der Insel mit anschließenden Mittagessen aus der Kiste. Die Rückfahrt bei Sonnenschein wird an einigen Stellen etwas anstrengend, wir fahren gegen die Strömung das Rheins. In Konstanz Abendessen Im Brauhaus. Beim abendlichen Regen etwas Gruppenkuscheln unter einer Markise.

 

13.06.2018  Konstanz zum KC Romanshorn in der  Schweiz.

 

Es regnet, regnet und regnet. In einer kurzen Regenpause werden die Zelte abgebaut und Herkules beladen. Jetzt geht es raus auf den Obersee. Kurzfristig wird wegen dem Wetter eine andere Unterkunft als geplant, telefonisch, klar gemacht. Auch hier ist eine PIN für einen Schlüsseltresor im Spiel. Wetter wird etwas besser, der Regen sprüht nur noch.  Wegen der Änderung der Übernachtung ist nicht ganz klar wo wir anlegen, aber dank Steuermann mit Google finden wir den Kanu Club. Die  Aussage: ihr könnt auf der Wiese eure Zelte aufbauen führt dazu das wir auf einer Hundeausführwiese stehen und nicht im Vereins Gelände. Hier wäre der Begriff Wiese auch nicht so richtig. Aber in der Schweiz ist halt ein kleines Rasenstück auch eine Wiese. Übrigens ein sehr großzügiger Verein, die Übernachtung kostet kein Geld. Da wir hier sogar kochen ist die Übernachtung in der Schweiz die Billigste der ganzen Tour. Ach, kochen tut X nicht der smutje, sondern der Besitzer einer großen gelben Tasche, welche sich als Versicherung gegen den Welthunger herausstellt. Ein reges Vereinsleben beschert uns noch einen Informativen Abend.

 

14.06.2018  KC Romanshorn  nach KC Lindau.

 

Heute steht die große Seeüberquerung an. Wir müssen entlang der Rheinmündung dann quer über den  See nach Lindau. Vorher wird an der Altrheinmündung versucht Mittagspause zu machen. Aber wie fast überall am Bodensee, so auch in der Schweiz ist eigentlich alles Privatgelände. Wir werden von einer aus dem Wasser entsteigenden älteren Dame in klaren Schwyzerdütsch der Anlegestelle verwiesen. Danach verschwindet sie wieder im Wasser. Eine Erscheinung ??? Die anschließende Suche einer Anlegestelle führt uns zu einem in einer X Marina liegende Bootssteg. Unter den Augen von zahlreichen Mittagsgästen, der Marina eigenen Gaststätte, verzehren wir unser “karges“ Brot, belegt mit guter Ahler Wurst und was das Herz noch begehrt. Nun geht es los quer rüber. Die Mündung des Rheins in den Bodensee ist von einem sogenannten Vorstreckungskanal eingefasst. Sonst würden die Sedimente am Ufer zu einen Verlanden führen. Es ist schon ein interessantes Bild wie der Rhein seine Sedimente in den Bodensee trägt. Klar zu erkennen ist der gelbe Strom im blauen Wasser. Wetter und Wind meinen es halbwegs gut mit uns, der Wind kommt nur von der Seite. Ein paar Wellen schaffen es aber dennoch über den Rand.

Einmal um Lindau herum führt uns der Weg zum Paddelclub. Beim Aussteigen macht sich der Wellengang auf dem See doch bemerkbar, einige schwanken in den ersten Minuten etwas. Zelte aufbauen ist Routine. Die Frage nach den Münzen der Dusche wird von einigen Gäste mit dem Tipp beantwortet: Nehmt die Erste, die ist immer an. Was auch so stimmt. Lindau ist echt schön, der Hafen ist fest in der Hand der üblichen Schickimicki Sportbootsfahrer. Eine ruhige Nacht, wegen den nahen Bahngleisen, entgegen allen Erwartungen.

 

15.06-2018  KC Lindau – WVF  Friedrichshafen-Fischbach 

 

Heute ist der letzte Bootstag. Entlang dem Ufer hangeln wir uns von Landmarke zu Landmarke. Mittagessen, na ja, wie üblich Naturschutzgebiet, aber wir schaffen es an einem Aussichtspunkt an Land zu gehen. Der Wind ist heute echt kalt, deshalb ist ein großer Baum als Windschutz sehr begehrt. Einfahrt nach etwas Suchen zum Kanu Club Friedrichshafen Fischbach. Boot sauber machen, Zelte aufbauen, usw. Wir kennen uns hier ja schon aus.

 

16.06.2018 Rückfahrt in die Heimat

 

 

Die zusätzlichen Besonderheiten:

Die Neuen habe keine Aufgabe bekommen, grins.

Schleuse gab es nicht.

Es war zusätzliche Verpflegung an Bord, die diese Person auch oft benutzt hat.

Das Taktgefühl im Boot war ab dem dritten Tag  in Ordnung.

Während der Fahrt kann man das Boot auch säubern.

Wir schlafen immer an einer Bahnstrecke/Autobahn, was aber eigentlich nie gestört hat.

Die üblichen Themen am dritten Tag sind auf den vierten verschoben worden.

Es wurden mehr Wein als Bier konsumiert.

 

Dies sind die gefühlten Besonderheiten vom Autor, vielleicht sind sie für andere ganz normal.

 

Wer mehr Informationen über den Bodensee benötigt, kann Google fragen.

Hier stehen nur die Eindrücke des Autors von der Herrenfahrt. Beschreibungen der einzelnen Orte würden den Rahmen sprengen.

 

Falls Fragen auftauchen sollten, fragt einfach die Mitfahrer. In der Reihenfolge im Boot: Klaus, Karl-Otto, Christian, Bernd, Holger, Reinhard und Manfred.

 

Bernd Wiederrecht