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10/04/14

52. HKV Wanderfahrertreffen beim CKC Kassel

Ein Rückblick von Jochen Schmidt von den Kanuwanderern Bad Hersfeld

 

Nach krankheitsbedingtem Ausfall in den Sommermonaten Mai / Juni wollte ich unbedingt mal wieder ins Boot: also nahm ich am Wanderfahrertreffen des CKC Kassel teil.

Ich kam genau rechtzeitig zur Eröffnung der Biertheke. Dort erfuhr ich, dass es ein bargeldloses Wochenende werden sollte:

Man erhielt eine Karte, auf der jeglicher Verzehr eingetragen wurde, und bezahlte alles zusammen erst bei der Abreise.

Da man rundum versorgt war, brauchte man außer einer Schlafgelegenheit eigentlich nur sein Geld und eine Zahnbürste (und natürlich möglichst ein Boot und ein Paddel) zu dieser Veranstaltung mitzubringen.

Kurz nach mir trafen Rainer und Karin ein. Einige Frankenberger Freunde waren schon da.

Bald gab es sehr leckere Steaks und Würstchen, die von der örtlichen Feuerwehr auf dem Grill zubereitet wurden.

Gemeinsam mit den Frankenbergern wurde es noch ein lustiger Abend. (Die letzten waren erst am frühen Samstag im Bett.)

Während Rainer und Karin das alternativ angebotene Kulturangebot „Besichtigung des frisch ernannten Weltkulturerbes Bergpark Wilhelmshöhe mit Herkules-Besteigung“ annahmen, stieg ich endlich wieder ins Boot. Wir paddelten vom CKC nach Hann. Münden.

Der Appell von Volker Führer, doch bitte zusammen zu bleiben und als Gruppe in die Schleusen einzufahren, wurde leider nicht beachtet. Bereits nach 13 km bestand zwischen den Vorder- und Hinterleuten kein Sichtkontakt mehr. Ich fuhr im Glauben, der Letzte zu sein, in die Schleuse Wahnhausen, während die Ersten schon am Ufer Pause ihre Mittagspause beendeten.

Nachdem diese dann auch eingefahren waren, und als nach weiteren Minuten niemand mehr zu sehen war, zog ich an der Schnur, damit die Fahrt weitergehen konnte.

Aber ausgerechnet Haupenthals, die einen älteren Kameraden im Schlepptau hatten, kamen dadurch zu spät und blickten auf die rote Ampel und die sich schließenden Tore.

Dadurch verloren sie 45 Minuten, was mir außerordentlich leid tut.

Nachdem ich mich reumütig geoutet hatte und Gerlinde mir versicherte, dass ich jetzt wieder ruhig schlafen könne, wurde es noch ein schöner Samstagabend mit vielen Ehrungen und einer 12köpfigen Musikgruppe namens „Blech und Schwefel“, die aus zwei tragbaren Schlagzeugen und allerlei Blechblasinstrumenten (Trompete, Tuba, div. Saxophonen, Posaune, Klarinette, Querföten) bestand.

Wegen des Hochwassers wurde am Sonntag die Fahrt auf der Fulda offiziell abgesagt. Wer wollte, konnte aber auf eigene Gefahr die Fulda etwas weiter oben, von Melsungen bis Büchenwerra (also ohne Wehr) befahren und wurde mit Kleinbussen befördert. Das war eine flotte Fahrt ohne Hindernisse oder andere Schwierigkeiten.

Vor der Abreise schüttete es wieder so heftig, dass der Platz erneut unter Wasser stand. Den Wohnwagen mit dem Auto vom Platz zu ziehen, war unmöglich. So musste ich ein paar Stunden warten, bis ich ein paar Leute bitten konnte, mir beim Schieben zu helfen.

Ich kam gerade noch rechtzeitig zum Endspiel der Fußball-WM nach Hause und wurde Weltmeister.  JS