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08/13/20

Wanderfahrerfreizeit vom 11 – 13. September 2020

Nachdem uns die Pandemie lange Zeit kaum eine Möglichkeit gegeben hat, wurde mit den entsprechenden Auflagen zu der Fahrt nach Braunschweig eingeladen. Christian Goesel kümmerte sich um das Quartier beim RSV Braunschweig und bot an den Hänger zu ziehen.


Am 31.08. hieß es dann: 8 Erwachsene und 4 Schüler / Jugendliche wollen mitfahren.

Das Quartier wurde bestätigt und für Mittwoch, den 09.09. wurde für 18:30 Uhr der Termin zum Boote laden vereinbart. Es konnten nicht alle anfassen, aber in kurzer Zeit war der Hänger beladen. Bereits kurz darauf erhielten wir die genauen Informationen zum Betreten des Grundstücks des RSV Braunschweig. Falls kein Tor offen sei, solle man einfach darüber klettern. Es gab Teilnehmer die das für sich gleich ausschlossen.


Von diesem Handicap abgesehen war uns eine sehr umfangreiche Nutzung des Geländes und des Hauses in Aussicht gestellt worden.

Anreise:
Man verabredete sich für Freitagnachmittag in Braunschweig. Die Anreise sollte nicht im Konvoi sondern individuell erfolgen. Wir fuhren mit 2 Erwachsenen und 2 Schülerinnen gegen 17:00 Uhr in Kassel los. Die Baustelle auf der A 7 war nicht übervoll. Wir kamen gut durch. Dann um 18:15 der Anruf von Christian. Ob bei uns alles gut sei. Leider erfuhren wir dabei, dass seine Tochter nicht mit war. Der Rest der Truppe war bereits vor Ort. Sie hatten sich mit Wohnmobil, Wohnwagen, Campingbus und Zelt schon eingerichtet. Kurz nach 19 Uhr hatten wir es auch geschafft. Nach kurzem Hallo und der freudigen Begrüßung ging es erstmal an das Zelt aufbauen. Unsere Töchter und ich selbst bauten die Zelte auf. Wir wurden gerade noch fertig, bevor die Dämmerung kam.

Gelände des RSV Braunschweig:
Zunächst erst einmal. Wir durften alles benutzen. Am Eingang des Gebäudes stand im Flur etwas zum Desinfizieren und eine Tafel mit Verhaltensweisen wegen Corona. Nach dieser Hürde konnte man die Umkleiden, Toiletten und Duschen benutzen. Auf der anderen Seite des Flures konnten wir in den Vereinsraum, die Küche und die Nebenräume. Wir brauchten kein eigenes Besteck. Es war alles da.
Im Clubraum lagen auch die Meldezettel wegen Corona und die Abrechnungsbögen. Das war schnell erledigt.

Wetter:
Es war durchgehend sehr schön. Daher gehe ich jetzt nicht weiter darauf ein.
Freitagabend:

Das Abendbrot hatten wir uns selber mitgebracht. Vor dem Haus steht ein sehr großer runder Tisch. Mit Abstand konnten hier alle sitzen. Nach der Stärkung wurden die Fahrtmöglichkeiten für das Wochenende besprochen. Für den Samstag wurde eine Fahrt auf der Orke von Wolfenbüttel bis zum RSV geplant.
Wir saßen noch länger gemütlich beisammen. Jeder etwas über frühere Fahrten oder einfach über sich zu berichten. In der Nähe wurde gefeiert. Am und auf dem Fluss war auch spät noch viel los. In der Nähe waren an einer Fußgängerbrücke Lichtinstallationen. Ob die hier auch eine Art Dokumenta haben? Im Fluss wurden dann noch Pelztiere gesichtet. Wie wir später erfuhren waren das Nutrias.

Samstagmorgen, 1 Fahrt und Abend:
Am Samstagmorgen berichtete ein Kamerad, er habe mit seinem Magen leider Probleme. Er erhielt von Reinhild eine homöopathische Medizin. Es war zu hoffen, dass er jetzt an der Fahrt teilnehmen konnte.
Andrea holte mit ihrem Fahrrad für alle Brötchen. In der Küche wurde Kaffee und Tee gekocht. Im Clubraum wurde gedeckt und um halb Neun wurde gegessen. Ein Leben wie Gott in Frankreich. Dann - Abwasch, Sachen holen und ab Richtung Wolfenbüttel. Das Navi hatte eine Einsatzstelle bei einer kleinen Brücke angezeigt. Die fanden wir nicht, dafür die große Straßenbrücke „Sivres“ in Wolfenbüttel. Neben der Brücke ging es gut 30 Meter runter und dann noch ein Stück am Ufer entlang. Reingekommen sind wir alle sehr gut. Die Orke war hier recht schmal. Der Wasserstand war ausreichend. Über weite Stellen gab es sehr viele Wasserpflanzen. Diese Stellen mussten wir meiden.Ich selbst war mit als einer der Ersten auf dem Wasser. Zunächst bin ich flussauf gefahren. Nach knapp 200 Metern fand ich die Holzbrücke. Eine nette Familie erklärte mir, dass man in Wolfenbüttel Richtung Meese Stadion fahren müsse. Von dem Parkplatz sei man gleich am Wasser. Egal. Wir haben auch gut eingesetzt.
Die Orke ist auf diesen 13 KM sehr Natur belassen. Es gab viel zu sehen. Eisvögel flogen immer wieder vor uns her. Unsere Mädels waren meist mit vorne dabei. Der Vater von Lotta war mit Christian im Zweier unterwegs. Casselmanns mit Enkel im Kanadier. Reinhild und Reinhard in ihrem Zweier. Der Rest fuhr in Einern. Unter einer Brücke wurde angelegt und die Brotzeit ausgepackt. Allen ging es gut. Nach der Pause ging es weiter. Dann lag plötzlich ein Bocciaball im Wasser. Eine willkommene Abwechslung. Der musste mitgenommen werden. Bis zum Ziel hatten wir dann 5 Stück eingesammelt. Im Ziel lag Gerhard erst einmal in der Sonne. Die anderen duschten, kochten Kaffee oder machten sich fertig um die Autos von Christian und Holger zu holen. Mir kam die Idee mitzufahren und auf dem Rückweg das nötigste Einzukaufen. Gesagt getan. Kristian fuhr und auf dem Rückweg sind wir in das dortige Einkaufzentrum. Ein Geräuschempfindlicher Zelter hatte Ohropax bestellt. Das wurde auch erledigt. Zurück im Bootshaus waren die Duschen frei und wir machten uns auch landfein.

Was fahren wir morgen? Christian schlug eine Strecke wieder südlich von Braunschweig vor. Eine Alternative war ein 8 KM langer Rundkurs durch Braunschweig. Es gab bei letzterem die Schwierigkeit, dass man 2 Wehre überwinden muß. An dem einen muß man gut 300 Meter umtragen. Das andere soll wegen dem Bau einer Fischtreppe bis 12.2021 gesperrt sein. Was tun? Christian war noch frisch und bot an sich die Wehre anzusehen. Er fuhr dann mit dem Boot die Strecke ab. Respekt.
Als er zurückkam konnte er berichten: „machbar“. Alles gut.
Für den Abend hatten wir ein Restaurant in der Nähe gebucht. Wir saßen draußen. Jeder war froh, dass er nach Sonnenuntergang seine Jacke mit hatte. Das Essen war sehr gut. Danach ging es zurück. Im Verein setzten wir uns bei Reinhild und Reinhard vor das Wohnmobil. Es viel auf, dass auch nachts wieder einige Boote auf der Orke unterwegs waren.

Sonntagmorgen, 8 KM Rundfahrt und Ende der Freizeit.
Am Sonntag wurden wir wieder mit Brötchen verwöhnt. Leider ging es dem „Magen“ wieder schlechter. Für Sonntag sagte er die Fahrt ab.
Alle anderen (10 Paddler) sind dann gestartet. Wir sahen schnell Hinweise auf den Braunschweiger Lichtparcour. Ein Kunstprojekt. Hier ein kurzer offizieller Auszug zu dem Projekt.
„Im Mittelpunkt des Lichtparcours 2020 steht der Wasserlauf der Oker mit seinen zahlreichen Brücken. Auch für den Lichtparcours 2020 wurden neben nationalen auch internationale Künstlerinnen und Künstler eingeladen, ergänzt um Positionen aus der Region. Vom 13. Juni bis zum 9. Oktober heißt es also für alle Kunstfreundinnen und -freunde, den Lichtparcours zu Fuß, auf dem Rad und über den Wasserweg zu entdecken.“ Die Installationen waren willkommene Abwechslungen auf der Tour. Mit am auffälligsten war ein deutscher Mittelklassewagen, der halb im Wasser versenkt war. Die Rücklichter leuchteten.
Darüber hinaus gab es viel zu sehen. Einige Bootsverleihe, Hausboote zum mieten und Restaurant/ Biergärten mit Anlegern für Boote wechselten sich ab. Natürlich auch viel abgesperrter Privatbesitz. Aber auch Parkanlagen und ….. die 2 Wehre. Am ersten mussten wir wirklich gut 300 Meter tragen. Ich hätte das allein nur schwer gefunden. An dem Einstieg war der Wasserstand recht niedrig. Der Anleger war hoch über dem Wasser. Mit gegenseitiger Hilfe klappte es gut.
Weiter ging es. Am 2 Wehr angekommen konnten wir links gut aussteigen. Die Boote wurden gemeinsam auf die andere Seite gebracht. Dort konnte man gut einsteigen. Aber erstmal Pause. Von hier aus hatten wir es nicht mehr weit bis zum Bootshaus.
Dort ging die schöne Fahrt zu Ende. Nora wollte unbedingt noch baden. Lotta gab vom Ufer aus Unterstützung. Danach duschen, Zelte abbauen und packen. Noch eine Stärkung und dann ging es wieder Richtung Kassel.
Es war eine super Tour. Danke an die Organisation und alle die dabei waren.

Wir fahren gern wieder mit.

Karl